MG: Falsche Mitarbeiter an der Wohnungstür – Zeugen gesucht!


Ob als falsche Handwerker oder Mitarbeiter vom Gesundheitsamt – die Betrugsmaschen sind mittlerweile vielfältig und Tricktäter erfinden sich und ihre Geschichten immer wieder neu. Trotzdem blieben sie am Wochenende zweimal erfolglos beim Versuch ältere Menschen an der Wohnungstür um deren Hab und Gut zu bringen.

Im ersten Fall klingelte eine Dame am 16. April, gegen 14.40 Uhr, an einem Haus am Loosenweg in Neuwerk. Der 87-jährige Bewohner öffnete ihr die Tür und die Frau soll angegeben haben, sie müsse die Coronaschutzverordnung überprüfen und dafür zwingend das Haus betreten. Der Senior gewährte ihr Einlass, blieb aber im Hausflur mit ihr stehen. Als die Frau ankündigte, sie wolle sich nun in der Küche umsehen, bat der 87-Jährige diese das Haus zu verlassen. Der Aufforderung kam die Frau zunächst nicht nach, sondern erst nach mehrmaligem lautem Wiederholen des Mannes. Die Diskussion ging vor der Haustür weiter, was eine Zeugin beobachtete. Gegenüber der Polizei gab diese an, auch einen Mann aus dem Haus kommen gesehen zu haben. Sie verfolgte die beiden Personen, sprach diese auf den Sachverhalt an und konnte sehen wie sie in einen mit einem Fahrer besetzten weißen Wagen stiegen. Die Beschuldigten beschreibt die Frau wie folgt: Weiblich, Ende 20 / Mitte 30 Jahre alt, dunkle Haare zum Zopf gebunden, am Hinterkopf augenscheinlich eine kahle Stelle und künstliche Wimpern. Sie trug eine schwarze Jeans, einen schwarzen Mantel, weiße Sneaker, ein rotes Kreuz als Anstecker an der Bluse und eine blaue OP-Maske. Mit sich führte sie einen Zettel mit der Aufschrift „Corona“. Der Mann soll zwischen Ende 20 und Mitte 40 Jahre alt sein und graue Haare haben. Er trug blaue Jeans, einen schwarzen Mantel, ein schwarzes Oberteil mit der Aufschrift „Hugo Boss“, weiße Turnschuhe und eine schwarze Kappe. Bei Sichtung konnte der Hausbewohner nicht feststellen, dass etwas fehlte.

Im zweiten Fall klingelte ein Mann am 17. April, gegen 14.35 Uhr, an einem Mehrfamilienhaus an der Prinzenstraße in Hardterbroich-Pesch und gab an, es habe einen Wasserrohrbruch im Haus gegeben und er müsse nun die Leitungen im Badezimmer kontrollieren. Die 87-jährige Bewohnerin gab an, der Mann habe sie unter diesem Vorwand in die Wohnung und ins Badezimmer gedrängt. Dort sollte sie den Brausekopf der Badewanne halten und das Wasser aufdrehen und erst auf Anweisung seinerseits damit aufhören. Dem Auftrag kam die Seniorin nach und fragte den Mann, ob er denn auch schon bei ihrem Bruder gewesen sei, der im selben Haus wohnen würde. Daraufhin verließ der Mann, nach Aussage der 87-Jährigen, die Wohnung, ohne ein Wort zu sagen. Die Dame rief im Anschluss ihren Neffen an und informierte ihn über das Geschehene. Gemeinsam sahen sie nach, ob etwas fehlte. Was allerdings nicht der Fall war. Der Beschuldigte wird wie folgt beschrieben: zwischen 35 und 40 Jahren alt, etwa 1,80/ 1,85 Meter groß, kurze, dunkelblonde Haare. Bekleidet war er mit einem blauen Arbeitsoverall und einem Mund-Nase-Schutz.

Zeugen, die in den genannten Fällen etwas beobachtet haben, werden gebeten sich unter der Telefonnummer 02161/ 290 zu melden. (cr)

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Polizei Mönchengladbach
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