HF: Ermittlungskommission zeigt erste Erfolge- Festnahme führt auch zum Brandstifter

(sls) In den letzten Monaten kam es im Stadtgebiet Bünde zu zahlreichen Sachbeschädigungen und Brandstiftungen. Durch bislang unbekannte Täter wurde eine Vielzahl von Fensterscheiben an Geschäften und öffentlichen Gebäuden in der Innenstadt, als auch an Fahrzeugen eingeschlagen. Als Tatmittel wurden häufig Steine benutzt. Zu den Sachbeschädigungen kam noch eine vermehrte Anzahl von Brandstiftungen hinzu. Neben Bildungseinrichtungen wie Kindergärten oder auch kirchliche Einrichtungen, wurden in der Innenstadt Brände an Fahrzeugen gezielt gelegt. Eine erhöhte Polizeipräsenz im Bereich Bünde und auch die kriminalpolizeilichen Ermittlungen brachten bislang nicht den erwünschten Erfolg zur Erfassung eines Täters.

Nach einer erneuten Tatserie an Sachbeschädigungen und einer Brandstiftung am vergangenen Wochenende (20.2.) wurde durch die Polizei Herford eine Ermittlungskommission eingerichtet. Die Kommission hat sich in zwei Bereiche aufgeteilt, in der gezielt die Vielzahl von Sachbeschädigungen und gesondert davon die verschiedenen Brände bearbeitet werden. Neben der Einrichtung der Kommission wurde die polizeiliche Präsenz im Innenstadtgebiet Bünde ebenfalls nochmals deutlich erhöht.

Am Mittwochabend (24.2.) gegen 23.20 Uhr wurde durch einen aufmerksamen Zeugen eine männliche Person dabei beobachtet, wie diese 12 Fensterscheiben am Bünder Rathaus mit einem Stein beschädigte. Dank einer guten Beschreibung und weiteren Zeugenangaben konnte der 30-Jährige im Nahbereich des Tatortes an der Bahnhofstraße durch sofort hinzugerufene Polizeibeamte vorläufig festgenommen werden.

Etwa zwei Stunden vor der Festnahme des Tatverdächtigen kam es in Kirchlengern zu einer schweren Brandstiftung von mehreren Heuballen auf einem Pferdegestüt. Durch eine Videoaufzeichnung am Objekt lagen den Ermittlern detaillierte Aufnahmen vor, die eine männliche Person kurz vor dem Brand auf dem Hof in unmittelbarer Nähe des Brandortes zeigt.

Im Rahmen der anschließend umfangreichen Ermittlungen durch die Kommission wurde die Wohnung des 30-jährigen Tatverdächtigen durchsucht und verschiedene Beweismittel sichergestellt. Neben diverser Bekleidung konnten die Ermittler auch verschiedene Arten von Brandbeschleunigern auffinden.

Nach Auswertung der Spurenlage durch die Ermittler besteht der dringende Tatverdacht, dass der Bünder sowohl für den Brand am Pferdegestüt, für die verschiedenen Fahrzeugbrände rund um die Kirchenparkplätze und auch für den Brand des Corona-Projektes „Kerze der Hoffnung“ verantwortlich ist.

Der 30-Jährige wurde daraufhin dem Haftrichter vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl erließ. Der Tatverdächtige wurde zur JVA nach Bielefeld verbracht. Welche weitere Straftaten (insbesondere die weiteren Sachbeschädigungen) dem Beschuldigten noch zugeordnet werden können, wird Gegenstand der weiteren Arbeit der Ermittlungskommission sein.

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Updated: 26/02/2021 — 17:29